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"Solidarität mit Bettwil"
25.11.2011, 12:20 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.11.2011 16:12 von Mod.)
Beitrag: #1
"Solidarität mit Bettwil"
Absolut verständlich erscheint mir die heftige Reaktion der Bettwiler Bevölkerung, als diese davon vernahm, was Bund und Kanton in ihrer Gemeinde vor hat. Jede andere Gemeinde hätte wohl genau so reagiert, wäre sie selber von einem solchen Entscheid der Regierung direkt betroffen.

Inzwischen wurde auch schon bei "Facebook" eine Gruppe mit dem Namen "Solidarität mit Bettwil" gegründet.
Solidarisieren ja, aber mit wem oder was solidarisiert man sich? - Soll man sich mit jenen BettwilerInnen solidarisieren, welche im ersten Schock gleich mit dem Jauchewagen zur Informationsveranstaltung gefahren sind und die zuständigen Behördenvertreter mit Beschimpfungen eindeckten und danach aus der Info-Veranstaltung einfach davon liefen, bevor diese eigentlich zu Ende war? Oder solidarisieren wir uns mit Kreisen, die interessiert daran sind, eine alternative Lösung zu der vom Kanton bestimmten zu finden?

Gäbe es denn überhaupt alternative Lösungen? Wie könnten denn Alternativ-Lösungen aussehen?

Ich sehe in diesem Ereignis eine grosse Chance für die FreiämterInnen, gelebte Solidarität mit einer ihrer Gemeinden zu zeigen und so zu demonstrieren, dass nicht nur ein jeder für sich schaut, sondern dass wir tatsächlich solidarisch sind, wenn es wirklich zählt.
Ob uns Asylbewerber genehm sind oder nicht, spielt in dieser Situation keine Rolle. Sie sind nun mal eine Realität, der wir uns nicht entziehen können, sondern der wir uns stellen müssen. Wir stehen in der Pflicht und der Verantwortung, uns diesem Problem anzunehmen. Deshalb sind konkrete Lösungen für das jetzt plötzlich auf dem Tisch liegende Problem gefragt.

Das Freiamt zählt rund 40 Gemeinden. Würde jede Gemeinde nur 3 bis 4 zusätzliche Asylbewerber bei sich aufnehmen, wäre das Problem bereits gelöst. Keine Gemeinde will wohl ernsthaft behaupten, dass sie damit vor unlösbare Probleme gestellt würde.

Dieses Wochenende feiern wir den 1. Advent. Werden all die christlichen Kreise und Vereinigungen, die es bei uns im Freiamt gibt, nicht nur christlich denken, sondern auch entsprechend handeln und nun aktiv einen Beitrag leisten um dieses Problem, das sich vor unserer Haustüre abspielt, zu lösen?
Und was ist mit all jenen, die als Notlösung mühelos privat einen Asylbewerber oder eine Familie vorübergehend bei sich aufnehmen könnten? - Würden sich wohl Solche finden lassen?

Wollen wir Bettwil nicht allein im Regen stehen lassen, so sind dringend praktikable Lösungen und nicht irgendwelche polemische Verbalschlachten gefragt. Also: Was habt Ihr für Vorschläge?
Ich wünsche allen einen friedlichen und besinnlichen ersten Advent!
Liebe Grüsse, Euer mod

P.S.: Zum diskutieren und für konstruktive Lösungsvorschläge ist im Gemeinde-Bereich des "Freiämter Treffs" ein Thema eröffnet. Hier noch der direkte Link dort hin:


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