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Repräsentative Umfrage
26.11.2012, 07:35 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.11.2012 07:38 von Mod.)
Beitrag: #1
Repräsentative Umfrage
Sicher seid Ihr in den Medien auch schon damit konfrontiert worden, dass in einer repräsentativen Umfrage dies oder jenes herausgefunden worden sei. So bin ich z.B. in der "Aargauer Zeitung" jüngst über folgenden Beitrag gestolpert:



Die Angst vor einer Atomverseuchung in der Schweiz sei also stark zurückgegangen, die Angst vor Überfremdung sei hingegen wieder gestiegen. Ein Untertitel im Beitrag lautet dann "Linke fürchten sich mehr vor Ausländern", ein anderer "Deutlich weniger wirtschaftliche Ängste". Um diesen Behauptungen einen Anstrich von Glaubwürdigkeit zu geben, bezieht man sich auf eine "repräsentative Umfrage" der Schweizerischen Gesellschaft für praktische Sozialforschung (gfs):



Die Resultate würden auf einer repräsentativen Telefon-Umfrage bei 1010 Deutsch- und WestschweizerInnen beruhen. Doch wie repräsentativ ist eine solche Umfrage denn wirklich? Was braucht es denn, um eine Umfrage als repräsentativ bezeichnen zu dürfen? Anders als das private Unternehmen "gfs" nämlich befragt das Bundesamt für Statistik nicht nur 1'000, sondern über 100'000 Personen; ein Beispiel:



Bei einem derart krassen Umfrage-Unterschied kann sich jeder selber beantworten, wie repräsentativ die von der "AZ" aufgegriffene gfs-Studie denn wirklich ist. Mir fällt dazu nur der alte Spruch ein: "Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast." ;-)
Und was fällt Euch noch dazu ein?
Guten Start in die neue Woche!
lg, mod

P.S.: Hier übrigens noch, was "Wiki" von wegen "Repräsentativität" meint:


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Repräsentative Umfrage - Mod - 26.11.2012 07:35

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