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Überlebenskampf in der Freiämter Gastro-Szene
06.11.2012, 07:50 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.11.2012 16:19 von Mod.)
Beitrag: #1
Überlebenskampf in der Freiämter Gastro-Szene
Kaum eine Berufsgruppe spürt wohl die gesellschaftlichen Veränderungen so direkt, wie der Gastronomiebereich. Das ist natürlich auch bei uns im Freiamt nicht anders. Gerade eben machte mal wieder ein Restaurant in der Bremgarter Altstadt Schlagzeilen in der Zeitung:



In der Rückblende erkennt man, wie sich das Leben in der Altstadt verändert hat. Es wird davon gesprochen, dass kein Leben mehr in der Altstadt herrsche, seit sie verkehrsfrei gemacht worden sei. Nun, ich wohnte mal mitten im Städtchen, als der Verkehr noch da durch führte. Es war ein günstiges 3-Parteien-Miethaus und alle Mietparteien waren wir altersmässig so um Mitte 20 herum. Nun ja, wer wollte damals schon so direkt an der Marktgasse oder am Bogen wohnen, ausser solche wie wir, die gerne mal laut Musik hörten, ohne dass es Jemanden stören würde. ;-)
Inzwischen sind die Altstadtwohnung halt zu einem begehrten Ort anderer Mietergruppen geworden und damit haben sich halt auch dort Veränderungen ergeben, welche für die dortige Gastro-Szene unweigerlich ihre direkten, schmerzlich spürbaren Folgen hatten.
Wieviele qualifizierte und gut motivierte Gastro-Spezialisten kamen über die letzten Jahre, ja, Jahrzehnte schon in die Bremgarter Altstadt, um da etwas zur Belebung der Innenstadt beitragen zu können? Wieviele zogen zwischenzeitlich wieder von dannen? Wie lange soll das noch so weitergehen mit den ständigen Wechseln? Ich denke, die Zeit wäre mehr als reif, dass sich die BremgarterInnen mal vertieft Gedanken machen würden zu der Problematik gewisser alter traditioneller Gastro-Betriebe, wo immer wieder das Handtuch geworfen werden muss.
Wie sich die BremgarterInnen eben erst mit der Zukunft ihres Bades auseinanderzusetzen hatten, so sollten sie sich irgendwann mal der Zukunft des Lebens in der Bremgarter Altstadt stellen müssen. Solange sie dies nicht tun, ist damit zu rechnen, dass wohl noch weitere blauäugige Gastro-UnternehmerInnen in die gleiche Falle tappen und einen mehr oder weniger grossen Schuldenberg hinterlassen werden.

Würde mich schon noch interessieren, was Ihr zu den Ansichten des Bremgarter HGV-Vorstandspräsidenten Peter Huber wohl meint? - Ich meine z.B. dass auch wenn die betroffenen Gastro-Betriebe (mit oder ohne HGV-Unterstützung) zusammenspannen würden, kaum eine Lösung ihrer Probleme gefunden werden könnte.

Um tatsächlich eine erfolgreiche langfristige Lösung zu finden für die serbelnden Gastrobetriebe der Bremgarter Altstadt, da müssten alle betroffenen Kreise mit einbezogen werden, meine ich. Vermutlich müsstest Du auch Dich sogar zum betroffenen Kreis mit hinzu zählen. Ob und was in der Bremgarter Altstadt für ein Leben vorzufinden ist (oder auch eben nicht), das betrifft doch weitaus mehr Leute, als nur jene, welche dort wohnen oder eben ein Unternehmen betreiben.

Jetzt weiss man schon so viele Jahre, dass die Bremgarter Altstadt (abgesehen von ein paar Ausnahmen) zumeist ziemlich "tot" ist. Genauso weiss man auch schon seit Jahren, dass die Altstadt ein attraktives Potenzial für Besucher besitzt. Besucher, welche nicht nur Leben, sondern je nachdem auch mehr oder weniger Geld/Umsatz bringen. Was immer man dereinst hoffentlich mal an die Hand nehmen wird, es wird zweifellos auch seine neuen Schattenseiten mit sich bringen. Alles hat seinen Preis.

Wie es damals eine grosse Sache war, den Verkehr aus der Altstadt von Bremgarten weg zu bringen, so ist es eine grosse Sache, neues Leben in die Altstadt von Bremgarten zu bringen. Warum dies bisher (trotz vieler Versuche) noch nicht wirklich gelungen ist, hat verschiedene Ursachen. Nicht zuletzt dürfte es wohl an den zuweilen konträr verlaufenden (Eigen-)Interessen gescheitert sein. Ebenso verantwortlich waren bestimmt auch die früher enger begrenzten Kommunikationsmöglichkeiten. Immer noch tun sich viele ZeitgenossInnen schwer damit, die heute zur Verfügung stehenden Kommunikationsmittel auch sinnvoll einzusetzen und zu verwenden. Das ist bei Einzelpersonen nicht anders, als bei irgendwelchen Gruppen, Unternehmen, Vereinen, etc.
Ein "runder Tisch" der Beteiligten, wie ihn Peter Huber vorschlägt, der könnte heute doch viel einfacher (und schneller) über's Internet stattfinden? - Das Zusammenbringen der betroffenen Kreise sollte im Zeitalter des Internets doch wirklich kein Problem mehr darstellen? Es dürfte wohl weitaus mehr Mühe bereiten, den Kreis der Betroffenen festzulegen. Oder was denkt Ihr, wer alles mit einbezogen werden müsste, um das Problem der Gastrobetriebe in der Bremgarter Altstadt wirklich lösen zu können?

Wie sieht es sonst so aus mit dem Überlebenskampf der Freiämter Gastro-Szene? - Wo seht Ihr die Kernprobleme und wie denkt Ihr, dass sie angegangen werden sollten?
Gespannt auf Eure Meinung ...
lg, mod

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Überlebenskampf in der Freiämter Gastro-Szene - Mod - 06.11.2012 07:50
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